Amerika im Schnelldurchlauf – Las Vegas – Grand Canyon im Helikopter

Freitag, 27. November 2009
Schon irgendwie krass, wie schon geschrieben, habe ich bis zum letzen Wochenende viel gearbeitet, aber ich realisiere gerade, dass ich bereits sechs Wochen hier bin, es jetzt nur noch vier Tage bis zum RĂŒckflug sind. Irgendwie ist es wie ein Schnelldurchlauf des gesamten letzen Jahres.


Abendessen mit Bettina, Theresa, Thomas und Thomas beim koreanischen BBQ, ein Drink mit Christian beim Brasilianer, Fingerfood und Rotwein bei Karl-Heinz mit Blick aus dem Wohnzimmer auf die Golden Gate Bridge, nebenbei erklÀre ich ihm ein paar Dinge am Computer, und er erzÀhlt aus seinem zeitweise doch recht wilden Leben, und dass er mit dem so zufrieden ist, was er mit seinen 73 Jahren erreicht hat.

Mit Joseph gehe ich (er hat Freikarten) zu Joyce DiDonato, einer recht bekannten AriensĂ€ngerin aus San Francisco ins Herbst Theater, dort treffe ich zufĂ€llig Dr. Bob, der mich bei meiner ersten Ankunft letzen Sommer vom Flughafen abgeholt hat und bei dem ich meine erste Nacht in Amerika ĂŒbernachtet habe. Ebenso lĂ€uft mir Benny ĂŒber den Weg, den ich zweimal im Twin Peaks getroffen habe, der zwar meinen Namen nicht mehr erinnerte, aber spontan fragte, ob mein Webdesign weiterhin gut lĂ€uft.

Zu guter Letzt sind wir letzes Wochenende die KĂŒstenstrecke nach Los Angeles gefahren, auch bei schlechtem Wetter absolut beeindruckend, am Samstag zu Venice Beach, Kiffer-Hippie-Strand in L.A., am Sonntag nach Las Vegas.

Las Vegas ist krass. Wir wohnen im Excalibur, was vom Schloss Neuschwanstein inspiriert ist, das in Anbetracht der anderen, wesentlich fetteren Hotels auf dem Strip langsam zur Billig-Absteige mutiert. Wir wohnen fĂŒr sage und schreibe 31 Dollar die Nacht, OK, es kommt noch Ressort-Zuschlag und Tax drauf, damit sind wir bei gut 40 Dollar, was aber immer noch nur ca. 30 Euro fĂŒrs Doppelzimmer ist. Das ist weniger als unsere doch leicht angeranzte Unterkunft hier in San Francisco.

Aber wie das eben mit den SchnĂ€ppchen so ist. Man wird mit einem Angebot gelockt, mit den anderen Posten wird aber sicher die Marge dann gemacht. Internetzugang kostet 14 Dollar pro 24 Stunden, Eintrittspreise fĂŒr Shows sind im dreistelligen Bereich, Gunther von Hagens „Körperwelten“ – Bodies heißt es hier schlicht - wird im Luxor gezeigt, kostet 40 Dollar. Preise fĂŒr Essen und GetrĂ€nke sind sogar fast normal, aber dafĂŒr soll man ja eben sein Geld vergamblen. An jeder Ecke steht ein „Quick-Money“ Automat, an dem man auch per Kreditkarte Bargeld bekommt, hab‘s mal angetestet, fĂŒr 200 Dollar hĂ€tte ich 20 Dollar GebĂŒhren gezahlt, wenn ich den Vorgang nicht abgebrochen hĂ€tte. Und anders als im ganzen Amerika – an keinem Geldautomaten kommen grĂ¶ĂŸere als 20 Dollar-Scheine raus – hier wirft der Automat nur 100 Dollar-Scheine raus


FĂŒr mich ist Las Vegas schon das Symbol fĂŒr dieses „nichts ist unmöglich“-Amerika, man baut dort, wo kein Wasser ist (ich dachte zumindest, es sei keins da, es ist jede Menge da, wie wir ein Tag spĂ€ter sahen) und wo eigentlich sonst nichts da ist. Aber man baut einfach eine riesige Stadt ins Nichts, es wird Wasser und Strom bis zum Abwinken verplempert, hier stehen mit die grĂ¶ĂŸten Hotels der Welt, es wird Kohle bis zum geht-nicht-mehr verbrannt, und an keinem Ort ist Geld haben und Geld verlieren so nah neben einander. VergĂ€nglichkeit von Geld wird hier sooo deutlich
 Ganz nebenbei ist Las Vegas die Stadt Amerikas, die am stĂ€rksten wĂ€chst, aktuell sind es im Großraum Las Vegas rund 1,6 Millionen Menschen, und irgendwo habe ich im Hinterkopf, man erwartet, dass die Stadt in 10 Jahren dreimal so groß sein wird. Und alles ist auf Tourismus aufgebaut!

Nun denn. Kurzfristig kam der Gedanke, in den drei Tagen Las Vegas einen Helikopter-Trip in den Grand Canyon zu buchen. Auch nicht ganz billig, aber als ich im Sommer am Grand Canyon war, stand ich am Rand und war etwas enttÀuscht, da einmal reingucken doch nicht sonderlich spektakulÀr war. Auch der Abzocker-Trip zum Skywalk war kein berauschendes Erlebnis. Ich bin im Mai weg gefahren mit dem Gedanken, ich will hier noch mal hin, aber dann muss das mit irgendeiner Aktion verbunden sein. Nun, das war jetzt die Gelegenheit.

Am Dienstag wurden wir um 6:15 frĂŒh mit einer Limousine abgeholt. Egal ob nun in Las Vegas, Los Angeles oder hier in San Francisco, Limousinen gehören wirklich zum tĂ€glichen Stadtbild und scheinen zum alltĂ€glichen Luxusartikel zu gehören. Nun saß ich zum ersten Mal in einer solchen Kutsche. Schon nett, wenn auch etwas dekadent, aber was soll’s.

Um kurz nach sieben waren wir bereits eingecheckt, saßen im Helikopter und los. FĂŒhlt sich erst mal an wie ein klapprige Ente, sechs FluggĂ€ste und Pilot, passende Amerika-Musik ĂŒber die Kopfhörer, damit man nicht allzu sehr von dem doch lauten RotorgerĂ€usch beeintrĂ€chtigt ist, mit zwischenzeitlichen Infos zu der Landschaft, die man gerade ĂŒberquert, oder ĂŒber Las Vegas, oder ĂŒber


Irgendwann fĂ€ngt dann nicht schleichend, sondern ziemlich abrupt der Grand Canyon an. Und rein geht es
 und ab hier fehlen mir einfach die Worte. Das war etwas von der Vorstellung, die ich hatte, dass ich nicht nur einfach am Rand stehen möchte. Den Rest kann man nicht beschreiben, das mĂŒssen jetzt die Bilder liefern


N Happen zu Essen, ein Glas Champagner – so nennt der Ami zumindest seinen Sekt – und zurĂŒck. Leider viel zu kurz und viel zu schnell vorbei, aber immerhin gibt es jetzt von den 2 Âœ Stunden knapp 300 Bilder
 das hĂ€lt den Moment etwas feste



Na, und gestern ging es bereits wieder „nach Hause“, hier her nach San Francisco, heute ist Thanksgiving, der Heiligabend der Amerikaner. Habe sowohl beim ZurĂŒckbringen des Mietwagens als auch am Nachmittag viele Bilder aus der Stadt gemacht – die werden die Tage folgen
 Und langsam nehme ich Abschied von der Stadt, irgendwie viel ernster als im Sommer
 nun, aber gleichzeitig nehmen die Deutschland-PlĂ€ne von Keas Gestalt an, am 29. Dezember landet er in Frankfurt, er ist dann erst mal ne Weile da. Er hat gerade die Seiter der Kölner VHS offen: „German as a second language“, also, es ist alles im Fluss
 bis die Tage – oder wie man hier heute nach jeder Begegnung mit anderen Menschen hörte: Happy Holliday (zu gut deutsch: n schönen Feiertach ;-) )











Golden Gate Bridge, die 483.

Montag, 9. November 2009

wie Tanja aus OC schon schreibt, es gibt nicht immer die großen Ereignisse zu berichten. So geht’s auch mir. Nun, ich habe ohnehin das GefĂŒhl, dass das meiste ĂŒber Amerika gebloggt ist. Zumindest von meiner Seite her. Es ist nicht mehr das große Neue, wie es letztes Jahr war, es ist eher ein verlĂ€ngerter Urlaub mit hohen Arbeitsanteilen, das große Entdecken der Stadt ist vorbei


Und trotzdem, heute ohne sonderliche PlĂ€ne, mit blauem Himmel, Sonnenschein und weit ĂŒber gefĂŒhlten 20°C, musste ich einfach raus, Ocean Beach, Marina, Golden Gate, irgendwas – habe mich dann fĂŒr letzteres entschieden. Keas fand es eher öde, wie eigentlich alle Amerikaner, die ich hier kennen gelernt habe. Das Meer oder solche EindrĂŒcke wie fĂŒr mich – die Golden Gate Bridge eben – ist fĂŒr den Ami nicht wirklich nachvollziehbar, dass man dafĂŒr das Haus verlĂ€sst


Egal, bin dann eben alleine los. Die Wanderung, der Spaziergang zwischen Point Lobos und der Golden Gate Bridge ist einfach wunderschön. Vor allem aber war die Erinnerung an letztes Jahr, nach dem ich nach den ersten gemeinsamen beiden Wochen mit Matthias alleine hier war und eine Ă€hnlich Route gewĂ€hlt habe, ganz prĂ€sent. Genauso wie ich ganz viele Momente erinnere, als ob sie gerade eben waren. Wie die Zeit, bevor ich nach San Francisco bin, wie die sieben Wochen, die ich in im Winter in Deutschland war
 Vielleicht kommt das wirklich durch bloggen, aber ich habe noch nie eine Zeit in meinem Leben gehabt, die mir so gegenwĂ€rtig vor kam. Oder es kommt mir nur so vor, und es ist nur der momentane Eindruck


Und - heute Nachmittag mit einem ganz tiefen GefĂŒhl: Ich hab alles richtig gemacht. Es war gut, dass ich die Chance genutzt habe, nach San Francisco zu gehen. Gut, dass ich nach dem ersten Mal ein zweites Mal her gekommen bin, auch gut, jetzt im Moment hier zu sein. Aktuell ganz deutlich aber auch mit dem GefĂŒhl, Gast oder Zuschauer zu sein. Und in der Tat freue ich mich auch auf Köln. Keine Ahnung, ob sowas wie „ich weiß jetzt wohin ich gehöre“ passiert ist, aktuell weiß ich eben nur, dass es die lange Perspektive nur in Deutschland gibt.

Jo, Geschwafel genug. Mein Papa sagt ja immer, im Bergischen ist es auch schön. Da hat er auch recht. Und – hier aber eben auch. Vom heutigen Tag ein paar Bilder, die Goldene BrĂŒcke, zwischendurch ein kleines Anwesen im Presidio, dem Hahnenwald, Blankenese, Mittenwalde oder Bogenhausen von San Francisco, hier soll wohl auch Robin Williams leben. Dann EindrĂŒcke vom Baker Beach – und nicht nur die Golden Gate, sondern auch ein Impressionen, wie sich FotoverrĂŒckte und andere hier begegnen
.

In diesem Sinne – die HĂ€lfte meines Trips ist bereits schon wieder vorbei, das Abenteuer Amerika neigt sich langsam, vom GefĂŒhl sogar endgĂŒltig, ich denke, die Greencard schicke ich bald zurĂŒck
 Witzige, und teure, aber auch gute Erfahrung. DafĂŒr beginnt gerade aber das persönliche Abenteuer in vollen ZĂŒgen
 und es ist aufregend ;-) hierzu an anderer Stelle mehr!

Zwischen Woodstock und Mendocino

Mittwoch, 4. November 2009
Ich arbeite gerade viel. Trotzdem bleibt Zeit fĂŒr den einen oder anderen Sonntagsausflug


Letzen Sonntag fand im Golden Gate Park das „West Fest“ statt. 40 Jahre Woodstock: Revival, Jahrestag, schwelgen in Erinnerung
 Irgendwie eine Faszination, dass der Geist solange erhalten geblieben ist, und eine doch eher skurril absurde Veranstaltung. Man fragt sich, ob die Besucher die letzen 40 Jahre durch gekifft haben, ober ob sie in der Zwischenzeit auch ein ganz normales spießbĂŒrgerliches Leben gefĂŒhrt haben mit Karriere, Kinder kriegen, Ehekrisen und wieder zusammen finden usw.
 Keine Ahnung.

Das Fest erinnert an ein gut organisiertes Rock-Am-Ring-Festival, man kann Schmuck kaufen in allen Variationen, Fressbuden mit wenig Essen fĂŒr teures Geld und Dixi-Klos sind endlos zu finden, in amerikanischer Manier auch immer ein paar rollstuhlgerechte. Frage mich allerdings, welcher Rollifahrer im doch eher feucht-gras-schlammigen Untergrund den Weg hierher findet, aber immerhin, die Gegebenheiten sind gestellt.

Alkohol haben wir nicht gefunden, was wohl daran liegt, dass es eine offene und kostenlose Veranstaltung ist. DafĂŒr Wasser in kleinen Flaschen – mit eigenem West-Fest-Label fĂŒr zwei oder drei Dollar die 0.3 Liter Flasche – nicht schlecht
 Na, wir hatten Rotwein dabei, dass wir zur Musik nicht nur auf den Durstlöscher zurĂŒck greifen mussten. Im Gegensatz zum Rock-am-Ring Besucher findet man hier allerdings weniger LederjackentrĂ€ger, sondern man hat schon das GefĂŒhl der Zeitreise, manch ein Hippie hat sich den bequemen Gartenstuhl mitgebracht, weil einfach 9 Stunden Musikfestival im Rentneralter nichts mehr fĂŒr „auf Decken rum hĂ€ngen“ ist.

Das Publikum ist witzig. Einerseits die Alt-Hippies, die damals Janis Joplin & Co noch im Original gesehen haben mĂŒssen. Dann aber Leute in meinem Alter und die „jungen Leute“, die sich vom Aussehen nicht von den Senioren-Hippies unterscheiden, die den Flair und die Haltung der Stadt ĂŒber Generationen bewahrt haben. Nun, nicht verwunderlich sind die Unmengen an Freiwilligen, die mit Unterschriftenlisten durch die Mengen ziehen und Signaturen fĂŒr die Legalisierung von Marihuana sammeln.

Sehr unterhaltsam, musikalisch nicht gerade das Event, an das ich mich mein Leben erinnere werde, ich fĂŒhle mich eher wie ein Alien unter Fremden, aber trotzdem sehr unterhaltsam und anregend, ein paar nette Fotos zu machen.

Das war Sonntag vor einer Woche. Diesen Sonntag gab es dann eher das Kontrastprogramm: Mit dem Auto drei Stunden in den Norden an die KĂŒste nach Mendocino. Ja, Mendocino gibt es wirklich. Ich glaube, jedem fĂ€llt dazu Michael Holm ein, oder den jĂŒngeren eher Gildo Horn. Mendocino ist ein völlig verpenntes, wunderschönes Örtchen irgendwo an der nordkalifornischen KĂŒste.

Rund 1000 Einwohner, ein paar GeschĂ€fte, Kirche, kleine HolzhĂ€uschen, wie die meisten Dörfer hier am Meer gerne als KĂŒnstlerörtchen verschrien. Nichts, wo man lĂ€nger als ne Woche zum Ausspannen bleiben möchte, aber grobe Felsen, wildes Meer und ein wunderschöner Sonnenuntergang. Immer wieder dieselbe Sonne, die hinter dem Horizont verschwindet, und jedes Mal wieder keine Chance, den Fotoapparat einfach in der Tasche zu lassen. Kitschige Fotos, aber manche Bilder muss man auch immer wieder machen


ZurĂŒck in San Francisco, Auto unterm Hintern, bin ich zu nĂ€chtlicher Stunde auf die Twin Peaks gefahren. Einfach einer der Sight-Seeing-Orte der Stadt, ich habe beim jetzigen Aufenthalt nur wenig von den „klassischen“ Dingen gemacht. Aber jetzt, die Nacht ist klar, es ist sogar Vollmond. Und der Blick auf die Stadt ist einfach gigantisch. Die Fotos weiter unten sind kurz vor Mitternacht. Es war in der Tat gigantisch hell und die weißen Flecken auf den Bildern ist kein Dreck, sondern das sind die Sterne.

Was mich schon ĂŒberrascht hat: Ich war auf dem NachbarhĂŒgel vom Hauptaussichtspunkt, um von dort aus Fotos zu machen und sehe, wie ein Auto ohne Licht, gegen die Einbahnstraße zum Sight-Seeing-Parkplatz fĂ€hrt. Genauer hingesehen sah ich, dass es ein Streifenwagen war, der scheinbar eine „geheime Mission“ oder sowas machte
 SpĂ€ter sah ich, wie sie mit ihren Scheinwerfern die nĂ€chtlichen Besucher ableuchteten, ca. 30 Auto und entsprechend rund 50 Leute hatten sich zur nĂ€chtlichen Aussicht aufgemacht
 und irgendwie ist die Bullerei an der Stelle lediglich bedrohlich und eine nicht wirklich benötigte Kontrollinstanz. Soll doch einer sein Bier hier trinken, es wird keinem weh tun. Und welcher Bub sich mit seiner Angehimmelten vergnĂŒgen möchte, tut dies sicher nicht an dieser Stelle.

Soweit auch das letze Wochenende. Als ich den Mietwagen wegbrachte, schallte mir wie gewohnt die Tagesschau ĂŒber den iPod ins Ohr. Nicht ganz wie gewohnt, habe schon ein paar Tage nicht mehr „nach“-gehört. Nun haben wir sie, die „Tigerenten“-Regierung, wobei ich gut fand, wie Frau Merkel im Kanzler-Duell deutlich machte, dass diese Bezeichnung „Tigerente“ wirklich keine adĂ€quate Bezeichnung fĂŒr sowas wie Politik sei; mir gefiel es, dass sie nicht nur einfach tumbe die Frage beantwortete, sondern auch neben den Zeilen reagierte
 und die alberne journalistische Formulierung anprangerte.

Nun, ich höre auf jeden Fall, dass im Koalitionsvertrag steht, dass der Wehrdienst verkĂŒrzt werden soll. Super! Und dann hört man einen hysterischen Steinmeier, der darĂŒber schimpft, dass sich in der neuen Regierung scheinbar keiner Gedanken darĂŒber gemacht hat, dass die Pflege in Deutschland jetzt gefĂ€hrdet sei, weil mit dem Wehrdienst auch der Zivildienst kĂŒrzer wird? Hallo?!? Irgendwie ja auch sympathisch, dass man endlich so ehrlich ist, und die Ziwis als eine der StĂŒtzen von Pflegeeinrichtungen benennt, aber um Himmelswillen, dann sollen die lieber den Wehrdienst ganz abschaffen und alles Geld fĂŒr die Pflege in qualifiziertes Personal stecken, als dieses jetzt der neuen Regierung als Makel anzuprangern. Und schon absurd, dass der Vorwurf aus der „sozialen“ Ecke kommt.

Zugleich kommt aus der liberalen Ecke von Philipp Rösler der Idee von einer Konkurrenz unter Krankenkassen mit unterschiedlichen Leistungen – Hurra, wie machen die Krankenversorgung noch elitĂ€rer
 Aber noch absurder, dass sich hier Seehofer meldet und fĂŒr den Erhalt eines solidarischen Krankenversicherungssystem plĂ€diert?!? HĂ€, was ist n da los, Steinmeier plĂ€rrt hilflos wir Stoiber, Seehofer renitent Anti wie Claudia Roth??? Also, manche Dinge sehen aus der Entfernung schon ganz schön merkwĂŒrdig aus
 ich befĂŒrchte, das tun sie auch aus der NĂ€he


Nun denn, soweit mein Rundumumschlag fĂŒr die 45. Kalenderwoche
. In vier Wochen geht mein Flieger wieder zurĂŒck, und in der Tat, nach drei Wochen fĂŒhle ich mich hier wie zu Hause, es ist sooo vertraut. Als ob ich nicht weg gewesen wĂ€re. Und da ich viel arbeite, einfach auch sehr alltĂ€glich. Treffe abends Bekannte, ober bin einfach mal n Abend zu Hause. Und „unsere“ DeutschlandplĂ€ne nehmen immer mehr Form an. Wenn alles so klappt, werde ich wohl dieses Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk unterm Christbaum sitzen haben
 ;-) in diesem Sinne – bis die Tage!