Wochenende in Las Vegas - Fantasialand trifft Reeperbahn...

Mittwoch, 17. September 2008
...habe schon die ersten Nachfragen bekommen, ob es jetzt hier langweilig wird, da seit dem letzten Eintrag schon einige Zeit vergangen ist...

Na, es passiert nicht jeden Tag der Kracher - aber es sind immer noch jeden Tag viele neue Eindrücke, vor allem im Detail fallen einem ständig Dinge auf, die ich gerne schreiben würde, leider komme ich nicht dazu...


Wahnsinnig war auf jeden Fall das Wochenende in Las Vegas - man muss es nicht mögen, aber für jeden Amerika-Reisenden ist Las Vegas ein MUSS!!! Ganz schön verrücktes Örtchen...

Stratosphere Tower Las Vegas



Bei meiner Anfunkt mit dem Bus und einem kurzes Kreuzen des "Strips" kam mir alles recht klein vor - der Eindruck wurde abends und vor allem am Samstag korrigiert. Es ist echt der Hammer - vor allem, wenn man unter dem Stratosphere Tower steht, fehlen einem die Worte...

Insanity - The Ride auf dem Stratosphere Tower


Ja, da oben ist eine kleine Kirmes - früher auch eine Achterbahn, die ist weg, aber ein freier Fall, ein anders merkwürdiges Fahrgeschäft. Und der Insanity-Ride - kannte das Wort - übersetzt heißt es "Unzurechnungsfähigkeit".

Hier ein Link zum Insanity - The Ride / Stratosphere Tower

Kleiner Größenvergleich zwischen Stratosphere Tower und Kölner Dom


Georg aus Berlin wird sich jetzt wieder tot lachen, dass als Vergleichsgröße der Kölner natürlich nur Köln kennt - aber um es richtig zu begreifen, wie hoch das Ding war: Habe ein wenig mit meinem Photoshop gespielt, technisch betrachtet ein "mangelhaft" (liebe Grafiker, verzeiht mir bitte), aber für das Verständnis glaube ich ganz brauchbar ;-)

Es war ein Greencard-Gewinner-Treffen - 6 Leute waren da - echt nettes Trüppchen, hat echt Spaß gemacht - und jeder hat da seine eigene Geschichte - sehr spannend...
Mehr Fotos vom Wochenende - im Blog von Tanja und Herbert:
Vivaaaa Las Vegas
Las Vegas die Zweite / Gewinnertreffen


Soweit auf die Schnelle - derweil sind es schon über 2000 Fotos - bei Zeiten werde ich mich nach einer guten Diashow fürs Web umgucken - es gibt einfach viel zu sehen hier!

PS: Einkommen ist gerade wieder gesichert, habe ein größeres Projekt für den WDR angenommen, das mich jetzt erst mal beschäftigen wird.
Außerdem hatte ich gerade mein ersten Telefon-Vorstellungsgespräch - mache mir keine große Hoffnungen, habe mich einfach mal auf den Job beworben, da die einen Nativ-German-Speaker als SAP Kunden-Interviewer suchen - aber mal gucken, wer weiß...


Beim Friseur in San Francisco

Dienstag, 9. September 2008
Karl-Heinz hatte mir schon angekündigt, dass er was mit meinen Haaren machen muss. Nun denn - wer mich kennt, ich trage ja eher die praktische Kurzhaarfrisur, und bin derweil im Besitz meines 3. Kurzhaarschneiders, sodass man das auch gut selber herstellen kann.

Ich glaube, das letzte mal war ich 1998 beim Friseur, als ich mir die Haare blondieren lassen habe - selbst dass habe ich dann für zwei Jahre in der Moltkestraße selber gemacht....

Wie dem auch sei - hier zu sein, "open-minded" zu sein, wie Karl-Heinz das gerne in seinem Dinglisch sagt, heißt auch, den Friseur an den Kopp zu lassen, auch wenn jetzt keine Dauerwelle dabei raus springt!



Das Video fängt an, nachdem der Grundschnitt bereits durchgeführt ist und auch das Färben gerade vorbei ist - sieht man auf dem Video nicht direkt, aber meine Haare, sowohl aufm Kopp als auch am Kinn, sind nun leicht aufgehellt - kölsch betrachtet würde ich sagen: Leicht fussich...

Ach ja, Karl-Heinz wusste nicht davon, dass ich die Kamera aufgestellt hatte - war aber sehr berührt.

Das Viedo selbst ist nur für kurze Zeit öffentlich, wer es nicht sehen kann, bitte kurze Nachricht, wer sich bei youtube anmeldet, kann sich das angucken, wenn ich es dann im privaten Bereich frei schalte...

Wie dem auch sei. Habe es genossen, nach 10 Jahren mal wieder die Haare gewaschen und soviel Aufmerksamkeit für mein Resthaar ;-) zu bekommen. Aber er hat es auch richtig gut gemacht ;-) . Fühl mich wohl damit!!!

Als Radfahrer im San Francisco Straßenverkehr

Dienstag, 9. September 2008
...lese gerade den Blog von Almut und Christina, die grade in der Mongolei sind, und berichten, wie es dort im Straßenverkehr ist: Als Fußgaenger in Ulaan Bataar... das ist hier völlig anders...

Bin seit Samstag Mittag stolzer Besitzer eines Fahrrads. Mach hier ziemlich viel zu Fuß, hab auch ein Monatsticket für den ÖPNV, aber um die Stadt noch mal anders kennen zu lernen, ist das Rad wirklich mein favorisierter Weg. Bin in den Rad-Laden, hab dem Mann gesagt, dass ich nur 4 Monate in der Stadt bin. Er hat dann auch keine verkäuferichen Talente verschwendet, sondern mir das preiswerteste Rad verkauft, dass aber völlig OK ist - 320 Dollar - was beim aktuellen Wechselkurs gute 200 € sind - naja, zwar Luxus für die Zeit, aber kann man ja wieder verkaufen.

Nun denn, es ist dann aber doch wie in Deutschland - kein Licht, keine Schutzbleche, Schnellspanner für Sattel und Räder - und hier wird wohl auch gerne geklaut - also, feste Schrauben für die Räder und den Sattel gekauft, Licht (ist im Straßenverkehr vorgeschrieben) und Schloss - und man ist dann doch 100 Dollar mehr los als gedacht.

Und wieder drauf eingefallen: Was hier völlig anders ist als bei uns: Die Steuer ist nicht mit ausgezeichnet - die sind von Staat zu Staat unterschiedlich, und in Kalifornien kommen also zum Schluss immer noch 8,5 % Steuern auf den Preis drauf - ich müsste es also derweil wissen, aber ich denke nie daran... Ich überleg gerade. Im Supermarkt sind immer Endpreise angeschlagen, in Cafés und Restaurant ist es unterschiedlich, da darf es wohl jeder machen, wie er es will, Und bei Klamotten - oder eben hier beim Rad, sind es dann in der Regel Netto-Preise.

Schwinge mich also aufs Rad, und erlebe zum ersten mal aktiv die Teilnahme am Straßenverkehr. Wer schon mal in den Staaten war, wird es wissen. Es gibt ein paar wesentliche Unterschiede: Auf dem Highway kann man sowohl links als auch rechts überholen - tun zwar Leute in Deutschland auch immer mal wieder, aber dort ist es verboten. Hier gilt also: Blick nach hinten rechts und links, wenn man die Spur wechseln will... Hab ich aber selber noch nicht erlebt.

Dann darf das Auto an Ampeln immer nach rechts abbiegen, auch wenn Rot ist, Hauptsache, er guckt vorher, ob frei ist und dass er keine Fußgänger platt macht. Im Prinzip das, was bei uns mit dem grünen Pfeil an Ampeln mehr oder weniger erfolgreich versucht wird, ist hier Standard.

Ach ja, die Ampeln hängen nicht vor der Kreuzung, sondern auf der auf der gegenüberliegenden Straßenseite - man muss also manchmal weit gucken, ob man rot oder grün hat.

Stimmt, was die Fußgänger an den Straßenkreuzungen mit Ampeln anbelangt, gibt es zwei Varianten: Einmal sind extra Fußgängerampeln da. Entweder leuchtet eine orangefarbene Hand, die einem das Stehenbleiben anzeigt. Dann ein weißes gehendes Männchen - größer als unser deutsches grünes Männchen, dann soll man gehen. Was ich richtig gut finde - irgendwann fängt neben dem weißen Männchen ein Sekundenzähler an zu zählen. Bei ganz breiten Straßen sind das schon mal 20 Sekunden, bei kleinen auch mal nur 4 oder 6 Sekunden, aber dann läuft dir Uhr. Und man weiß, ob man noch los gehen soll – ich habe auch schon ältere Damen umkehren sehen, als sie die Zeit sahen. Das ist echt super.

Die zweite Variante sind Ampeln, die für Fußgänger dann keine eigene Anzeige haben. Und das ist dann genau das Gegenteil von dem oben beschriebenen. Man muss sich am Grün der Autofahrer orientieren - und wenn das auf rot umschlägt, muss man sehen, dass man in die Puschen kommt - das Rot-Werden der Ampel ist nämlich gleichzeitig das Grün-Werden für den Kreuzverkehr - also, hurry up!

Nun denn, ich also auf mein Rad, so ganz geheuer war mir nicht, um muss eine ganz erstaunliche Erfahrung machen. Alle Kreuzungen ohne Ampeln - und hier kommt nach jedem Block, also alle 30 Meter eine Kreuzung, sind mit STOP-Schildern ausgestattet. Und auch das in zwei Varianten: Einmal so wie bei uns - also, eine Straße hat Vorfahrt - die mit dem STOP-Schild eben nicht. Diese Variante ist aber eher selten.

In der Regel steht das STOP-Schild an allen vier Straßen, die auf die Kreuzung treffen - mit dem Zusatzschild "ALL-WAY". Dann gilt es wohl - jeder muss anhalten, und richtig zum Stehen gekommen sein. Wer zuerst stand, darf dann fahren. Hab‘s aber auch häufig gesehen, dass man Vorrang gewährt und einfach geduldig wartet. Das soll dem Fahrverhalten in San Francisco entsprechen, in L.A. soll es schon wieder anders sein.

So wie ich hörte oder auch las, soll der San Francisco-Autofahrer nie hupen - so freundlich soll der sein... Naja, das stimmt so auch nicht. Wenn irgendwer links abbiegen will, der aber die Links-Abbiegen-Verboten-Schilder übersehen hat, hört man auch mehr als eine Hupe. Und es stimmt wieder doch - in Deutschland habe ich oft das Gefühl, dass viel Herren, die sich besonders erfahren im Straßenverkehr fühlen, erst mal auf die Hupe steigen, um zu maßregeln, anstatt das Risiko zu minimieren und das Tempo zu drosseln... Bin mal sehr gespannt, wie es sein wird, wenn ich hier selber im Auto sitze.

Was jetzt wirklich spannend auf dem Rad war - ich komme an die erste Kreuzung ohne Ampel - und der Wagen, der von rechts kommt, wartet, da ich scheinbar als erster da war, und gewährt mir freie Fahrt. Und das an der zweiten und an der dritten Ampel ebenso. Bin echt platt. Habe zwar oft das Gefühl, dass die Leute mit einer recht hohen Geschwindigkeit an die Kreuzungen ran fahren und dann hart in die Eisen steigen. Aber man ist hier als Radfahrer wohl vollwertiger Verkehrsteilnehmer, auch ohne militant zu sein, wie ich es in Köln selber gerne bin ;-) .

Schaue mir die Stadt also erstmalig mit dem Rad an, und es ist manchmal schon anstrengend, die Berge hoch zu kommen - hier macht sich der erste Gang der Schaltung bezahlt. Komme durch ein Industriegebiet, danach durch ein eher Chorweiler-Mühlheimer-anmutendes Getto mit ausschließlich Schwarzen, Cadillacs und lauter Musik aus den Autos. Dann aber wieder in - nach dem ich auf ein paar kurzen Metern 100 Höhenmeter überwunden habe, und mir von weitem ein "faster!" zugerufen wurde... Bin ich ganz oben auf dem Berg und völlig außer Atem - verwöhnt mal wieder mit einem grandiosen Blick...

Komme an Garagen vorbei, an dem einfach verkauft wird - scheint hier sehr üblich zu sein, dass man sein Hab und Gut, das man nicht mehr braucht, direkt zu Hause verkauft - an der nächsten Kreuzung war sogar ein Schild aufgestellt, welches auf den Verkauf hinweist.

Lege am Nachmittag knapp 20 Kilometer zurück, die kleine Rundreise siehe hier bei Google: Route vom Samstag - unten sieht man sogar die Höhenmeter - danach noch kurz im Gym... na, wenn das mal nicht sportlich war - am Abend klagte mein Rücken schon ziemlich. Aber was soll‘s. Bin froh übers Rad, mein Radius wird dadurch doch um einiges größer!

Cable Car bei Nacht

Freitag, 5. September 2008
Die Zeit verfliegt... Jetzt ist schon Donnerstag Nacht - eher schon Freitag morgen (4:30), hab zum ersten mal 6 Stunden am Stück gearbeitet - für Funkhaus Europa - war mit Christian zum Abend Essen verabredet - der war leider zu beschäftigt - hat mich versetzt. Kein Problem. Hatte nur wahnsinnig Hunger, da ich lediglich meine morgendlichen Cornflakes hatte, zum Sport war - ja, bin ganz fleißig im Gym - bin dann halt alleine los.

War mir nicht ganz schlüssig, wohin, bin in die Innenstadt gefahren, da waren wir neulich schon bei einem ziemlich guten Asiaten, preiswert, völlig überfüllt, weil scheinbar wirklich gut, und üppige Portionen... Suche noch eine Weile, als ich dann da bin, macht er gerade zu - bin dann nebenan zu einem mehr oder weniger Fast-Food-Mexikaner. Auch gut, merkte aber, dass es jetzt auch mal einen solchen Abend gibt, an dem nicht alles so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Nun denn, wäre auch zu schön, wenn alles nur glatt laufen würde... Gehört natürlich auch dazu ;-) .

Bin zur Hafen-Promenade um ein paar Bilder von der Bay-Bridge zu machen. Vor allem mal mit richtig gutem Wetter, laufe um 11:00 nachts noch im Hemdchen draußen herum - das hat‘s bislang zu gut wie nicht gegeben. Selbst wenn der Tag super Wetter hat, so wie diese komplette Woche nun schon, wird es mit dem Untergang der Sonne auch kühl, dass die stets mitzuführende Jacke auch benötigt werden. Man sagt, es gibt immer wieder Touris, die in Shorts, FlipFlops und T-Shirt zum Fisherman‘s Warf wackeln, und abends alle mit teuren und hässlichen Touri-Flies-Jacken zurück kommen, da ihnen einfach kalt geworden ist.

Nun denn - bin mit der Straßenbahn zum Fisherman‘s Warf gefahren - und dort dann in die Cable Car. Hier ist das Ergebnis, und auch der Grund, warum ich tief in der Nacht immer noch vorm Rechner sitze - hab mich zum ersten mal mit youtube beschäftigt - und das Filmchen noch etwas zurecht geschnitten ;-) - Passiert nicht viel - die ganze Fahrt vom nördlichen Hafen bis zur Market dauerte 20 Minuten - hab das etwas zusammen gerafft - ja, damit kann man sich auch die Zeit vertreiben...



So, muss aber nun wirklich ins Bett, für morgen stehen ein paar Ämtergänge auf dem Plan... Gute Nacht!

Deutsche Fundstücke

Montag, 1. September 2008
Bislang ist mir noch nicht langweilig geworden. Auch gestern nicht. Hatte mich mit Karl-Heinz verabredet, und sind auf das Hairrison Street Fair, sprich Straßenfest mit Livebands, DJ’s, Tanzfläche auf der Straße, Dixi-Klos (wie hier in der Stadt überall, auch ein rollstuhlgerechtes Dixi-Klo), Infostände, die hier in der Ecke eindeutig für Barack Obama werben, Verkaufsstände mit Sonnenbrillen, Ringen, Ketten, wie man das auch bei uns hat, Bier und Cocktails, schlechten Fried Chicken und Knoblauch-Pommes – die waren ganz lecker, der Knoblauch sprach allerdings den ganzen Nachmittag mit mir …

Super Wetter, keine Wolke am Himmel. So wie die Leute hier sagen, der Nebel des Sommers ist langsam vorbei, jetzt kommt der sonnige Herbst, soll bis in den Dezember so bleiben – na, hoffentlich stimmen die Aussichten ;-) .

Beim Durchgucken der Bilder ist mir aufgefallen, wie sehr ich auf alles Deutsche anspringe, was ich sehe.

Der Jägermeister


Der Jägermeisterstand ist hier zumindest völlig selbstverständlich wie auf dem Kölner CSD. Die Flasche auf der Werbung ist komplett auf Deutsch, man kommt hier also nicht auf die Idee, eine amerikanische Variante zu schaffen. Jägermeister ist in der Tat hier sehr präsent, auch der DJ macht seine Musik aus einem Jägermeisterzelt – auf dem Foto leider von einem wilden Tänzer verdeckt ;-) .

Der Bärenjäger


Viele laufen hier mit einem T-Shirt Bärenjäger herum, kenne ich nicht. Wie ich gerade gesehen hab, wohl doch eine Marke in Deutschland… Sieht zumindest so aus, als ob sie marketingtechnisch auf den gleichen Zug gesprungen sind wie Jägermeister – nicht ganz so stark vertreten, doch auch die sind mit Ihre Marke sehr präsent. Plaudere kurz mit dem T-Shirt-Träger, er ist erst mal überrascht, dass ich das fotografieren möchte, und hat - fast erwartungsgemäß – keine Ahnung, was das heißt. Nun denn, ich habe auch noch nicht alle meine T-Shirts durchgelesen :-D .

Später sehe ich einen mit fettem Aufdruck der deutschen Fahne und dem Schriftzug Sportverband Deutschland. Frage auch ihn, ob ich ein Foto machen darf, und prompt, nimmt Haltung ein, reißt den linken Arm steil in die Höhe – ach Du Scheiße, muss dass jetzt sein. Winke ihm ab, er nimmt den Arm auch direkt wieder runter… Komme mit ihm ins plaudern, verstehe kein Wort, nur dass die Klamotten, die er anhat, ihn richtig viel Geld gekostet haben – das T-Shirt ist von Dolce & Gabbana, die Loden-Knickerbocker, die er dazu trägt, ist von Prade. Frage mich schon, warum die Modeschöpfer solche Klamotten machen. Insgesamt wirkt der Typ mit dem T-Shirt, der Hose, Springerstiefel und Glatze schon wie ein Neonazi. Auch wenn er ganz nett ist, ist sein Erscheinungsbild schon übel, und frage mich auch, was ihn dazu treibt, sich in ein solches Outfit zu schmeißen.

I Love Köln

Was natürlich mein Herz später ganz erweicht, ist ein I-Love-Köln-Shirt. Halte auch hier den Fotoapparat drauf, er flüchtet erst mal, will aber natürlich wissen, warum er das trägt und wo er es her hat – Er heißt Betson – so verstehe ich ihn zumindest, ist gebürtiger Kroate, ist in Stuttgart aufgewachsen, und hat das Shirt irgendwann bei einem Köln-Besuch gekauft. Er schwärmt von Köln, aber noch mehr von San Francisco, ist auch seit einem Jahr hier, und fühlt sich fast überfordert von den ganzen Eindrücken.

Insgesamt aber echt ein nettes Fest, viel getanzt, schlecht gegessen, Bier getrunken – sehr schön. Das Fest ist bis um 18:00 angekündigt, und Punkt 6 geht die Musik aus, und alle Amerikaner gehen nach Hause – oder in die nächste Bar. Wir gehen um die Ecke noch etwas Essen, die Straße scheint um 8 wieder für den Verkehr frei zu sein. Also, das schient auf jeden zu laufen – pünktlich und alles nach Plan, fast schon deutsch ;-)

Maiskolben machen dick – und Gitarre spielen auch nicht dünn



Zum Schluss noch zwei kleine Schmankerl, die ich gestern aufgenommen habe. Insgesamt ist San Francisco nicht die Stadt der beleibten Menschen. Das ist vielleicht in Miami so, hier, in Amerikas Homo-Hochburg sind die meisten Jungs gut trainiert, hier geht man wohl 5 Mal die Woche ins Gym, und zu Essen gibt’s zwar überall Burger, aber auch überall eine gute, gesunde Alternative. Nun denn, es gibt dann doch die Ausnahmen ;-)